Mitgliederbefragung zum Ausbildungssystem abgeschlossen
Die Onlinebefragung ist abgeschlossen – es wird nun an der Auswertung der Ergebnisse gearbeitet Vielen herzlichen Dank an alle, die den umfangreichen Fragebogen online ausgefüllt haben. Als Dankeschön wurde unter den TeilnehmerInnen ein Zelt "Ferret III" von VAUDE verlost, das Roman Polt aus Wien gewonnen hat – wir gratulieren!
Erste Ergebnisse der Auswertung
Im Moment werden die Rohdaten professionell ausgewertet, um neben weiteren Rechercheergebnissen und Experteninterviews als wesentliche Basis für die Konzepterstellung in das Erneuerungsprojekt einzufließen, das bis Herbst 2013 abgeschlossen sein soll.
Ein erster Blick auf einige Kernantworten zeigt, dass Ausbildung offenbar einen hohen Stellenwert hat und gerne absolviert wird. Nötige Kompetenzen werden persönlich, in der PfadfinderInnengruppe und auf Seminaren erworben, wobei beispielsweise angegeben wurde, dass der Umgang mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern beinahe ausschließlich in der eigenen Gruppe erlernt wurde, und für Hintergrundwissen und Planungsmethoden das Lernen auf Seminaren eine große Bedeutung hatte.
Diese Aussage ist zwar nicht verwunderlich, es wird jedoch aktuell kaum Ausbildungsunterstützung (Methoden, Behelfe) für die Gruppe angeboten – hier besteht Handlungsbedarf. Interessant ist daher, dass drei Viertel der Befragten die Ausbildung in der Gruppe trotzdem als gut organisiert einschätzen. Zu denken gibt allerdings, dass ein Viertel ihre Leitungstätigkeit entweder alleine oder mit anderen Unerfahrenen startete.
Bei zwei Drittel der Befragten kam es zu Verzögerungen im Laufe ihres Ausbildungsweges – der Hauptgrund lag darin, dass sie ein Seminar terminlich nicht wahrnehmen konnten oder zu dieser Zeit keines angeboten wurde. Ein Seminarbesuch in anderen Bundesländern wird weitgehend akzeptiert oder sogar als Bereicherung eingeschätzt.
Besonders wichtig ist den Befragten am Ausbildungssystem:
- Erlernen der für das eigene Tätigkeitsfeld benötigten Kompetenzen unter Berücksichtigung von bestehendem Vorwissen.
- Aufbauendes System abgestimmt auf zunehmende Verantwortung.
- Unterstützung innerhalb der eigenen Gruppe.
- Methodensammlungen oder Online-Angebote.
- Ausgewogene Mischung aus Eigenverantwortung und Kontrolle.
- Öffentliche Anerkennung der Ausbildung (z.B. ein zertifiziertes System).
Fazit
Dem bestehenden System werden - wie vermutet - Defizite in einigen dieser Bereiche zugeschrieben, daher werden wir uns bemühen unsere JugendleiterInnenausbildung künftig kompetenzorientierter, flexibler und transparenter zu gestalten. Das werden die großen Herausforderungen in der Designphase, die im Herbst 2011 startet.
Susi & Gerald
Bundesbeauftragte für PfadfinderInnenausbildung

